Der MANSORY Azura ist technisch ein beeindruckender, aber zugleich durchaus diskussionswürdiger Umbau. Basis ist der bereits stark modifizierte „Speranza“, der hier in ein zweitüriges Cabriolet verwandelt wurde – ein Schritt, der massive Eingriffe in die Karosserie erforderlich macht. Besonders auffällig: die verlängerten Türen im sogenannten „Suicide“-Design, die ziemlich spektakulär wirken.
Durch das Entfernen des Dachs als tragendes Element musste die gesamte Struktur aufwendig verstärkt werden, um Stabilität und Geländetauglichkeit zu erhalten. Technisch ist das notwendig. Das elektrisch betriebene Stoffverdeck ist alltagstauglich umgesetzt, ebenso der Innenraum, der mit viel Aufwand und hochwertigen Materialien angepasst wurde. Dennoch bleibt der Eindruck, dass hier Funktion und Luxus bis ins Extreme getrieben wurden – nicht immer zugunsten eines stimmigen Designs.
Auch bei Rädern und Performance setzt MANSORY auf maximale Wirkung: 24-Zoll-Felgen und ein auf 820 PS gesteigerter V8 sorgen für beeindruckende Werte. Die Fahrleistungen sind entsprechend stark, wirken aber fast schon nebensächlich angesichts des auffälligen Gesamtpakets.
Im Innenraum setzt sich der Ansatz fort: individuelle Gestaltung, viel Carbon, viel Leder – und sehr viel Präsenz. Luxus ist zweifellos vorhanden, doch auch hier stellt sich die Frage, ob weniger nicht manchmal mehr gewesen wäre.
Unterm Strich ist der MANSORY Azura ein extremes Fahrzeug, das technisch aufwendig umgesetzt wurde, aber beim Design polarisieren dürfte. Nicht jeder wird sich mit dieser kompromisslosen Interpretation eines Cabrio-Geländewagens anfreunden können.
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