Mercedes-Benz hat heute (12. Februar 2026) bei der Vorlage der Jahreszahlen für 2025 einen massiven Gewinneinbruch gemeldet. Im Vergleich zu 2024 schrumpfte das Konzernergebnis im Jahr 2025 von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro - was einem Rückgang von 49 % entspricht. Der Konzernumsatz sank um etwa 9 % auf 132,2 Milliarden Euro.
Der Stern strahlt deutlich weniger hell
Nach diesem überdeutlichem Gewinneinbruch von rund 49 Prozent dürften Mercedes-Benz und sein CEO unter massivem Druck stehen. Der Erfinder des Automobils leidet gleich unter mehreren Gegenwinden – und CEO Ola Källenius reagiert mit einem harten Sparkurs und einer auf Profit ausgerichteten Strategie.
US-Zölle machen dem Stern zu schaffen
Belastet wird das Ergebnis der Mercedes-Benz Group AG vor allem durch höhere US-Zölle und eine zunehmend protektionistische Handelspolitik, die Fahrzeuge verteuern und direkt auf die Marge durchschlagen. Gleichzeitig schwächelt ausgerechnet der Schlüsselmarkt China: Starker Wettbewerb mit heimischen Herstellern, hoher Preisdruck und ein verhaltener Premium-Autoboom setzen den Absatz unter Druck. Hinzu kommen negative Wechselkurseffekte, die Auslandsgewinne schrumpfen lassen. Verschärft wird die Lage durch hohe Arbeits- und Energiekosten in Deutschland, die die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zusätzlich belasten.
Källenius reagiert mit einem radikalen Effizienzprogramm. Fixkosten in Milliardenhöhe sollen fallen, Verwaltung und Strukturen verschlankt, Prozesse beschleunigt, Stellen abgebaut werden. Anstelle von möglichst viel Absatz rückt die Profitabilität je Fahrzeug in den Mittelpunkt: Mercedes will mit einem schlankeren, margenstärkeren Modellportfolio punkten und gleichzeitig flexibel zwischen Elektro- und Verbrennerantrieb steuern, je nachdem, was in den Märkten gerade Geld verdient. Investitionen in neue Technologien werden strenger gefiltert, Kapital soll nur dort fließen, wo sich attraktive Renditen abzeichnen. Das Signal des Benz-Boss' ist klar: Wachstum um jeden Preis ist vorbei – im Fokus steht die Stabilisierung und schrittweise Steigerung der Gewinne in den kommenden Jahren.
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