Zulieferindustrie stehen schwere Jahre bevor

Mehrheit der Branchenmanager blickt pessimistisch in die Zukunft

Zulieferindustrie stehen schwere Jahre bevor: Mehrheit der Branchenmanager blickt pessimistisch in die Zukunft
Erstellt am 17. März 2026

Die Kfz-Zulieferindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Bis 2035 wächst die Nachfrage nach Automobilkomponenten zwar jährlich um 3,5 Prozent, doch profitieren vor allem Anbieter von Software, Batterien und Elektrokomponenten mit Wachstumsraten von 13 bis 16 Prozent. Hersteller klassischer Verbrennerteile hingegen müssen mit Rückgängen von drei bis acht Prozent rechnen - so sagt es die Unternehmensberatung The Boston Consulting Group voraus.

Besonders attraktive Margen bieten neue Geschäftsfelder rund um Elektrifizierung, Elektronik und Software. Während klassische Zulieferer 2025 eine EBIT-Marge von 5,7 Prozent erreichten, liegen diese in Bereichen wie Batterien und Halbleitern teils deutlich höher. Für 2027 wird eine Stabilisierung bei etwa sechs Prozent erwartet.

Gleichzeitig bleibt die Branche von Unsicherheit geprägt. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen schwankt stark, Prognosen werden teils deutlich über- oder unterschritten. Für Zulieferer bedeutet das hohe Investitionen bei unklarer Auslastung. Zusätzlich belasten steigende Zinsen, geopolitische Spannungen und volatile Märkte.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Kostenstrukturen anpassen, Standorte konsolidieren und effizienter werden. Ziel ist eine robuste Ertragsbasis auch bei schwankender Nachfrage.

International wächst der Druck weiter: Chinesische Zulieferer haben bei Profitabilität und Börsenwert aufgeholt und setzen stärker auf Expansion und Innovation. Entsprechend pessimistisch ist die Stimmung in Europa, wo viele Führungskräfte mit einer weiteren Verschlechterung der Lage rechnen.

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